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Stadtkirche St. Maximi

Im Jahre 1247 wurde die Stadtkirche St. Maximi zu Merseburg erstmalig urkundlich erwähnt. Es ist aber anzunehmen, dass bereits im 10. Jahrhundert eine Kirche für die Stadtgemeinde existiert hat, zumal bereits im 10. Jahrhundert unter Otto I. (nach anderen Quellen unter Otto II.) Reliquien des heiligen Maximus nach Merseburg gelangten.

Bis 1432 war die Kirche eine Basilika mit einem Querhaus und zwei niedrigeren Seitenschiffen. Davor stand ein romanisches Westwerk. Von 1432-1501 wurde der romanische Bau durch eine gotische Hallenkirche ersetzt. Die Weihe 1514 vollzog Bischof Adolf zu Anhalt.

Im Jahre 1543 predigte erstmals ein evangelischer Geistlicher, der Lizentiat Lorenz Reinhard, in der Stadtkirche. Eine Tafel in der Vorhalle erinnert daran.

Einen erneuten Umbau erfuhr die Kirche 1867-1872. Dabei wurde der baufällige Westturm abgerissen, das Kirchenschiff um ein Joch verlängert und der neugotische Turm davor gesetzt. Auch erhielt die Stadtkirche eine neugotische Innenausstattung. Davon zeugen noch Orgelprospekt, Empore und Gestühl. Der Altar aus der Hand des Merseburger Baumeisters Michael Hoppenhaupt musste der neugotischen Überformung weichen. Die Figuren des wertvollen Barockaltars sind jetzt an der Ostwand des nördlichen Seitenschiffes angebracht. Sein Nachfolger, der neugotische Altar, wie auch die Kanzel sind bei der jüngsten Restaurierung in den Jahren 1972/73 wieder entfernt worden.

Im Chor steht heute ein spätgotischer Flügelaltar. Maria auf der Mondsichel wird flankiert vom Evangelisten Johannes und der heiligen Katharina; auf den Seitenflügeln sind weitere Heilige dargestellt. Der Altar stammt ursprünglich aus der Merseburger Pfarrkirche St. Sixti und war danach in der Stadtfriedhofskapelle aufgestellt. Ein Kruzifix und eine barocke Altargruppe, die aus der Neumarktkirche stammen, sind an der Westwand der Stadtkirche zu finden.

Das mittlere Chorfenster zeigt die Attribute der vier Evangelisten (Matthäus - Engel; Markus - Löwe; Lukas - Stier; Johannes - Adler). Die darunter befindliche Lutherrose will uns an den Spruch erinnern: "Das Herz auf Rosen geht, wenn es unterm Kreuze steht".

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